Das Konzept von Brutto Netto Gehalt kann für vielen von uns sehr schnell abstrakt werden. Wir wissen, dass wir Geld verdienen, und dass uns ein Teil davon abgezogen wird. Wie das Ganze funktioniert wirkt jedoch manchmal ziemlich undurchsichtig und unklar. Man verdient ein bestimmtes Gehalt vorüber man stolz ist. Aber nachdem alle Steuer abgezogen wurden bleibt plötzlich so wenig übrig. Um das gesamte System besser zu verstehen werden wir klein anfangen und die Bases Konzepte durchnehmen.

Was ist überhaupt ein Bruttolohn ?

[Brutto_netto_rechner]

brutto netto rechnerWas genau bezeichnet dementsprechend Nettolohn und wie wird er berechnet ? Wenn diese Fragen beantwortet sind, werden wir erklären können was genau von unseren Gehältern abgezogen wird. Wichtig ist ebenfalls zu erwähnen, wie es für jeden einzelnen von uns funktioniert. Denn jeder von uns hat eine unterschiedliche Arbeit, und eine unterschiedliche Familiensituation. Diese verschiedenen Elemente die miteinbezogen werden, ergeben für jeden von uns ein anderes Ergebnis. Je nachdem was Ihre Familiensituation ist, und was für ein Beruf Sie ausüben, haben Sie Rechte die teilweise zu einer Steuersenkung führen können. Und genau aus diesem Grund ist es besonders interessant zu verstehen, wie das deutsche Brutto Netto System funktioniert.

Damit die folgenden Erklärungen auch klar und deutlich ankommen, wird Ihnen ein konkretes Beispiel dargestellt, wie es mit einem Nettolohn von 1500€ aussehen würde. So kann sich jeder vorstellen, wie es in der Praxis aussieht und es auf sein eigenes Gehalt anwenden. Zuletzt ist es auch interessant sich über die anderen europäischen Länder schlau zu machen, und sich darüber informieren welche Gesetze bei unseren Nachbaren gelten.

Bruttorechner – Was ist Brutto ?

Das Wort Brutto wird nicht nur in Bezug auf Gehälter. Man spricht manchmal von Brutto wenn es um Gewicht geht, oder auch Preise. Preise werden in den Geschäften Brutto angegeben. In den Vereinigten Staaten und in Kanada ist das zum Beispiel anders. Zu dem Preis der auf der Ware angegeben ist muss noch die Mehrwertsteuer einkalkuliert werden. Was das Gewicht einer Ware angeht, spricht man von Bruttogewicht, wenn die Waren inklusiv Verpackung gewogen wird. Ihr habt es verstanden, wenn von Brutto die Rede ist, spricht man vom Ganzen. Es ist mit unseren Gehältern nicht anders. Der Bruttolohn ist ganz einfach die Gesamtsumme die man verdient, bevor die Steuern und die Sozialabgaben abgezogen werden. Wenn uns also bei einem Bewerbungsgespräch unser zukünftiges Gehalt mitgeteilt wird, sollte man immer im Kopf behalten, dass nicht die gesamte Summe auf unserem Konto landen wird.

Nettolohnrechner – Was ist Netto ?

Kommen wir zu den Gewichten und den Preisen zurück. Wenn Bruttopreis heißt, dass alle Steuern schon miteingerechnet wurden, bedeutet logischerweise Nettopreis eine Preisangabe ohne Steuern. Genau das passiert an der Kasse in den Vereigniten Staaten oder in Kanada. Man zahlt an der Kasse ein bisschen mehr als das was auf der Ware steht. Warum ? Weil die Mehrwertsteuer erst da miteinbezogen wird. Bezüglich Gewicht funktioniert das Ganze nach demselben Prinzip : wenn von Nettogewicht die Rede ist, wird nur von der Ware an sich gesprochen. Das Gewicht der Verpackung wird nicht miteinbezogen. Das Gehalt „ohne Verpackung“ nennt man ganz einfach Nettolohn. In Deutschland wird „die Verpackung“ von Anfang an bei Seite gelassen. Das heißt prinzipiell, dass das Geld was monatlich auf Ihrem Konto ankommt schon frei von Steuern und Sozialabgaben ist. Diese werden von Ihrem Bruttolohn abgezogen, bevor Sie bezahlt werden. Genau aus diesem Grund gibt es solch ein Unterschied zwischen dem was man von dem Arbeitsgeber gesagt bekommt, und dem was tatsächlich auf dem Konto ankommt. Das ist in anderen Ländern wie in Frankreich nicht so : auf dem Konto des französischen Arbeitsnehmer kommt der Bruttolohn an. Er wird später selbst die Steuer und Sozialabgaben zahlen müssen.

Was wird genau von dem Gehalt abgezogen ?

Die Steuern

Die Lohnsteuer

gehaltsrechnerDie Lohnsteuer ist eigentlich keine Steuer an sich, sondern einfach die monatliche Vorauszahlung der jährlichen Einkommenssteuer. Vorhin haben Sie gelesen, dass die Steuern von Ihrem Gehalt abgezogen werden, bevor es auf Ihrem Konto ankommt. So funktioniert es mit der Lohnsteuer : ihr Arbeitgeber behält die Summe die der Lohnsteuer entspricht, und überweist sie unmittelbar dem Finanzamt. Was ist das Finanzamt ? Die Antwort steckt im Name drin : unteranderem kümmert sich das Finanzamt um die Verwaltung der Steuern und deren Festsetzung und Eintreibung. Jetzt wissen Sie, wem Sie die Lohnsteuer zahlen. Wenn Sie Arbeitgeber sind, tragen Sie demensprechend die Verantwortung für die Summe die Sie dem Finanzamt weitergeben. Dasselbe gilt für Selbstständige. Fallen Sie unter diese Kategorie, müssen Sie selbst dafür sorgen, den richtigen Betrag in Bezug auf ihr Gehalt an dem Finanzamt überweisen. Wenn Sie nicht jeden Monat den selben Einkommen haben, was eine erhebliche Zahl von Bürgern betrifft, ist es gut möglich, dass zu viel Geld von Ihrem Konto abgehoben wurde. Diese Summe wird Ihnen am Ende des Jahres zurückgezahlt durch den Lohnsteuerjahresausgleich. Die nächste Frage ist also logischerweise wie man weiß ob man tatsächlich richtigliegt. Wie wird die Lohnsteuer berechnet ? Die Antwort finden Sie in der Erklärung der Steuerklassen (je vous propose de faire un lien vers la partie consacrée au Steuerklassen)

Der Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag, auch Soli genannt, hängt mit der Einkommenssteuer zusammen. Es ist so zu sagen eine zusätzliche Abgabe die der Deutsche Bürger leisten muss. Warum, und wo kommt dieser Solidaritätszuschlag her ? Fangen wir mit seiner Einführung an. Er tritt 1991 in Kraft und ist somit häufig mit der finanziellen Belastung der deutschen Wiedervereinigung verbunden. Seine Einführung hat jedoch einen anderen Grund. Für den Golf Krieg hatte Deutschland rund 17 Milliarden DM ausgegeben. Der Solidaritätszuschlag sollte helfen diese Kosten abzudecken, um das Land wieder auf die Beine zu schaffen. Erst nach seiner Einführung ist der Regierung klargeworden, dass Deutschland diesen Solidaritätszuschlag für den Wiederaufbau Deutschlands und die Unterstützung des Ostens benötigt. Seit 1991 zahlt also jeder deutsche Bürger den Solidaritätszuschlag. Dieser lag anfangs bei 7,5 %. Seit 1998 hat er sich bei 5,5%. Jährlich kassiert der Staat dank dieser Steuer rund 13 Milliarden Euros. Dieses Geld wird zwar für den Wiederaufbau des Ostens verwendet, kann aber auch zu anderen Staatsausgaben dienen. Den Solidaritätszuschlag zu senken kommt immer wieder zur Debatte, aber bis jetzt bleibt die Situation unverändert.

Die Kirchensteuer

Zusätzlich zu der Lohnsteuer und des Solidaritätszuschlags kommt noch die Kirchensteuer. In Deutschland sind Staat und Kirche offiziell nicht getrennt. Aus diesem Grund hat die Kirche noch eine Vorrangstellung in dem deutschen Staat. Wie bei den anderen Steuern werden die Kirchensteuern von den Finanzämtern jedes Landes eingezogen. Dies dient dazu, dass das Ganze doch ein wenig unter staatlicher Aufsicht geschieht. Die Kirchensteuer nimmt ihren Ursprung während der napoleonischen Besatzung. Es wurde aber erst unter der Weimarer Republik zu einer Steuer. Es ist bis heute in dem deutschen Grundgesetz mit dem Artikel 140GG verankert. In Deutschland kann jede Glaubensgemeinschaft eine Kirchensteuer erheben. Die römisch- katholische Kirche und die evangelische Kirche sind zwar die Gemeinschaften mit den meisten Mitgliedern, jedoch sind sie nicht die Einzigen. Als Beispiel könnte man die freireligiösen Gemeinden zitieren, aber auch die jüdische Gemeinde. Wie sieht die Steuer praktisch aus, bzw. wie hoch ist diese Steuer für jeden Mitglied ? Im Land Bayern ist sie auf Höhe von 9% des Bruttolohns berechnet, und in den restlichen Ländern auf Höhe von 8% des Bruttolohns berechnet. Die Einnahmen der evangelischen Kirche liegen jährlich circa bei 4,6 Milliarden Euros, und die der römisch- katholischen Kirche bei 5 Milliarden Euros. Wenn man das weiß wäre die nächste Frage : wozu dient das Geld das ich die Kirche die ich angehöre zahle ? Größtenteils verwenden die Kirchgemeinden die Einnahmen für die verschiedenen Personalkosten, aber auch für Verwaltungs- und Sachkosten, für Kirchenbau oder Renovierung, für Schulung und und Bildung. Ein kleiner Teil davon geht an alles was den Bereich Sozial und Karitativ betrifft. Jedoch werden Priester und Pastoren nicht durch das Kirchensteuergeld gezahlt, sondern direkt vom Staat übernommen. Die Kirchensteuer ist die einzige Steuer die in Deutschland freiwillig ist. Ob man einer Gemeinde angehören will und somit die entsprechenden Steuern zahlen will, ist jedem selbst überlassen.
 

Die Krankenversicherung

Wie es in jedem anderen entwickeltem Land sehr häufig der Fall ist, soll in Deutschland jeder Bürger staatlich bzw. gesetzlich, oder privat versichert sein. Die Krankenversicherung steht seit 2007 mit der Gesundheitsreform fest. Welche Unterschiede es gibt und wie es auf der Lohnabrechnung aussieht werden wir gleich durchnehmen.

Staatliche bzw. gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung auch unter GKV bekannt betrifft automatisch Arbeiter, Angestellte, Auszubildende, Arbeitslose, Rentner und Studenten. Fallen Sie unter einer von diesen Kategorien, sind Sie so zu sagen „pflichtversichert“. Und da in Deutschland durch die Gesundheitsreform Versicherungspflicht gilt, gibt es keine Voraussetzungen um sich bei einer gesetzlichen Krankenversicherung als Mitglied anzumelden. Laut Paragraf 12 des Fünften Buches des Sozialgesetzbuches müssen die Verträge „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.“ Der Stand von Oktober 2017 ist, dass es in Deutschland 112 gesetzliche Krankenversicherungen gibt. Das ist deutlich weniger als noch vor ein paar Jahren. Zum Beispiel gab es im Jahre 2000 rund 420 Krankenversicherungen. Die Anzahl ist in den letzten Jahren zunehmend weniger geworden. Wie sieht es in der Praxis aus, bzw. wieviel zahle ich meiner Krankenkasse um ordentlich versichert zu sein ? Das deutsche System will in dieser Hinsicht ein gerechtes Verhalten aufweisen. Der Beitrag an die GKV ist somit abhängig von dem Einkommen. Der Grundbeitrag zu einer gesetzliche Krankenversicherung liegt bei 14,6%. Wie bitte ? Das ist viel ! Ja, aber ihr Arbeitgeber übernimmt rund die Hälfte dieser Summe und zwar 7,3%. Dass der Beitrag an der gesetzlichen Krankenversicherung von dem Einkommen abhängt gilt nur bis zu einem bestimmten Lohn. Wenn Sie mehr als 4.425 Euro Brutto im Monat verdienen, fällt für den darüber liegenden Betrag kein Versicherungsbeitrag mehr an.

Private Krankenversicherung

Wer kann privat krankenversichert sein ? In welchen Fällen hat man die Wahl zwischen gesetzliche und private Krankenversicherung ? Die Situation sieht wie folgt aus : Angestellte und Arbeiter aber auch Beamte, Selbstständige und Studenten dessen Gehalt 4 237,50 Euro überschreitet, müssen nicht zwangsläufig bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein. Wenn Sie unter diese Kategorie fallen, können Sie der GVK freiwillig beitreten, aber Sie dürfen sich auch für eine private Krankenversicherung entscheiden. Sie aben immer noch die Pflicht sich zu versichern, aber wie ist Ihnen überlassen. Aber welchen Vorteil gibt es bei einer privaten Krankenversicherung Mitglied zu sein ? Für Beamte ist es finanziell besonders interessant. Bei einer gesetzlichen Krankenversicherung werden keine Kosten vom Staat übernommen, während bei einer privaten Krankenversicherung mindestens 50% der Kosten vom Dienstherren übernommen werden. Für Selbstständige und Freiberufler kann die Lösung der privaten Krankenversicherung sich auch auszahlen, je nachdem wie die berufliche Situation aussieht. Aus diesem Grund haben sie ein Recht auf fachgerechten Beratung durch einen PKV-Experten. Was Studenten betrifft, sind die meisten noch familienmitversichert. Jedoch kann eine private Krankenversicherung besonders interessant werden für einen Studenten der etwas älter ist und zum Beispiel schon in dem Berufsleben aktiv war. Private Krankenversicherungen bieten zum Beispiel Chefarztbehandlung und ein Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer im Krankenhaus sowie hohe Kostenerstattungen für Sehhilfen, Zahnersatz und Behandlungen beim Heilpraktiker, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht bietet. Die Kostenspanne und Vertragsunterschiede sind so groß, dass man sich von einem Experten beraten lassen sollte. Somit kann man am besten seine gesundheitlichen und finanziellen Bedürfnisse erfüllen. Im Internet gibt es auch Private Krankenversicherung Vergleicher, die schon eine gute Arbeit leisten.

Die Rentenversicherung

Wie bei der Krankenversicherung gibt es eine gesetzliche Rentenversicherung und eine private gesetzliche Rentenversicherung. Ziel dieser Versicherung ist es eine Altersfürsorge zu gewährleisten. In anderen Worten wird sichergestellt, dass jeder Mitglied im Alter durch eine monatliche Rente finanziell abgesichert ist. Auch wie bei der Krankenversicherung, ist es laut des Sozialversicherungssystem Pflicht bei einer Rentenversicherung Mitglied zu sein. Im Internet finden Sie ebenfalls kostenlose Rentenberechner. Der aktuelle Prozentsatz der Rentenversicherung liegt bei 18,9 Prozent. Wie es bei der Krankenversicherung der Fall war ist der Arbeitgeber verpflichtet die Hälfe zu zahlen.

Die Arbeitslosenversicherung

Erneut handelt es sich um eine Pflichtversicherung. Wozu dient diese Versicherung ? Das eigentliche Ziel der Arbeitslosenversicherung ist es, den Personen, die auf der Suche nach einer Arbeit sind, das Grundeinkommen zu sichern. Während die Menschen eine Arbeit suchen, werden Sie somit finanziell unterstützt und sind viel mehr in der Lage eine Arbeit zu finden. Dieses Geld wird auch für Arbeitsberatung, Vermittlungsleistungen und sogar Trainingsmaßnahmen verwendet. Die Arbeitslosenversicherung liegt seit 2011 bei 3,0 Prozent. Wie zuvor werden die Kosten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber halbiert. Für den Arbeitnehmer bleiben also nur 1,5 Prozent zu zahlen.

Die Pflegeversicherung

Wie es schon im Namen drinsteckt soll die Pflegeversicherung gegebenenfalls die finanziellen Belastungen für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige abfedern und die Sozialhilfeträger entlasten. Die Pflegeversicherung, auch PV genannt, gilt als die fünfte Säule der Sozialversicherung. Wenn ein erhöhter Bedarf festgestellt wird, übernimmt diese Versicherung die Kosten der häuslichen und stationären Pflege. Die PV ist seit 1995 auch eine Pflichtversicherung. Der Prozentsatz dieser Steuer liegt bei 2,8 und wie zuvor werden die Kosten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber halbiert. Je nachdem ob Sie Kinder haben kann dies variieren. In dem Fall sollten Sie sich an einem Experten wenden, der Ihre Situation genau bewerten kann.

Wie kann man die Steuerabzüge minimieren ?

Die Steuerklassen

Während wir die verschiedenen Steuern angesprochen haben, wurde oft gesagt, dass diese Steuer vom Einkommen abhängig ist. Diese Steuer betrifft die gesamten Steuern, das heißt die Lohnsteuer, die Krankenversicherung, die Kirchensteuer, den Solidaritätszuschlag und die Rentenversicherung. Wie viel Sie persönlich zahlen müssen ist durch die sogenannten Steuerklassen bestimmt. In Deutschland gibt es insgesamt sechs Lohnsteuerkategorien :

  • Steuerklasse I: Ledige, verwitwete oder geschiedene die keine Kinder haben.
  • Steuerklasse II: Alleinerziehende Eltern, verwitwete oder geschiedene Elternteile mit Kindern.
  • Steuerklasse III: Verheirateter Alleinverdiener oder Doppelverdiener bei dem der andere Ehegatte auf Antrag beider die Steuerklasse V hat. Betroffen von dieser Kategorie sind Ehegatten mit einem Vielverdiener (Steuerklasse III) und einem Wenigverdiener (Steuerklasse V).
  • Steuerklasse IV: Verheirateter Doppelverdiener. Unter diese Kategorie fallen Ehegatten, die beide ungefähr gleich viel verdienen.
  • Steuerklasse V: Siehe Steuerklasse III.
  • Steuerklasse VI: Bei zusätzlicher Lohnsteuerkarte für ein weiteres Dienstverhältnis (Für einen Nebenverdienst).

Was die Sozialversicherungen betrifft (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung…), gibt es auf jeden Fall die Möglichkeit ihre Versicherungskosten ihrer Steuerklasse anzupassen, damit Sie am meisten Vorteilen aus den Verträgen rauskratzen können. Dafür sind auch Versicherungsexperte da, und können Ihnen helfen sich ein klares Bild zu schaffen.

Der Kinderfreibetrag oder Kindergeld

Der Kinderfreibetrag betrifft Familien die unter Steuerklasse 1 bis 4 fallen. Es wird bei dem Finanzamt Ihres Landes beantragt durch einen Antrag von Lohnsteuerermäßigung. Laut Finanzamt lohnt sich bei einzelnen Personen ab einem Einkommen von 30.000 Euro, bei Ehepaaren ab 60.000 Euro. Auf jeden Fall können Sie nicht gleichzeitig Kindergeld und Kinderfreibetrag haben. Aber was ist wenn ich nicht weiß, was für mich am vorteilhaftesten ist ? Das macht glücklicherweise Ihr Finanzamt automatisch. Wenn Ihre Akte ankommt wird automatisch geprüft, was für Sie am günstigsten ausfällt. Hier ein Beispiel des Kinderfreibetrages nach Steuerklassen :

  • Steuerklasse I : 7.356 Euro pro Kind und pro Jahr
  • Steuerklasse II. : 7.356 Euro pro Kind und Jahr
  • Steuerklasse III. : 7.356 Euro unabhängig von der Kinderanzahl
  • Steuerklasse IV. : 3.678 Euro pro Ehepartner (in Summe: 7.356 Euro)

Vermögenswirksame Leistung (VWL)

Es handelt sich um zusätzliches Geld das Sie von Ihrem Arbeitsgeber erhalten können. Dies soll zum Vermögensaufbau dienen. Der Höchstbetrag der erreicht werden kann ist 480 Euros im Jahr. Für die Anlage dieses Geldes haben Sie Wahl zwischen unterschiedliche Banksparpläne, Bausparverträge und Fondssparpläne. Wichtig zu wissen ist, dass Sie Innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen Sie zusätzlich Geld vom Staat erhalten in Form der Arbeitnehmersparzulage. Bei einem Bausparvertrag können Sie sogar zusätzlich die Wohnungsbauprämie beantragen. Um zu wissen, ob Sie die Vermögenswirksame Leistung beantragen können und somit Anspruch auf all die anderen Vorteile haben, sollten Sie sich bei Ihrem Arbeitsgeber erkundigen. Er wird Ihnen sagen können, ob Ihnen die VWL laut Arbeits- oder Tarifvertrag zustehen. Je nachdem welche Antwort Sie erhalten, können Sie dann prüfen, ob Ihr Einkommen innerhalb der Grenzen für die Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie liegt. Ab da werden Sie wählen können, was für Ihre Steuerklasse am vorteilhaftesten ist. Im Notfall können Sie sich von einem Expert beraten lassen. Er ist nämlich genau in der Lage Ihnen die beste Alternative für Ihre Situation zu schildern.

Die Pendlerpauschale

Auf diese Pendlerpauschale haben Sie Anspruch, sobald Sie zur Arbeit gehen oder fahren müssen. In anderen Worten, wenn Sie nicht von zu Hause arbeiten können Sie die Pendlerpauschale beantragen. Wie man sich es denken kann, je länger der Weg zum Arbeitsplatz ist, desto höher wird die Pendlerpauschale sein. Wie sieht es in der Praxis aus ? Für die Kilometer jeweils einer Strecke am Tag bekommen Sie je 30 Cent Steuerersparnis. Wenn Sie also einen 20 Kilometer langen Arbeitsweg haben, erhalten Sie 20 mal 30 Cent Steuerersparnis dafür, also 6 Euro. Die Urlaubstage, oder Tage an denen Sie krankgeschrieben wurden, zählen natürlich nicht.

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit ist die vorübergehende Reduzierung oder vollständige Einstellung der Arbeit in einem Betrieb. Die Agentur für Arbeit zahlt Kurzarbeitergeld als einen Zuschuss zum Arbeitslohn, wenn Kurzarbeit angeordnet wird. Es wird auf Antrag des Arbeitgebers oder des Betriebsrats gewährt, wenn im Betrieb die betriebsübliche Arbeitszeit aus unvorhergesehenen Gründen vorübergehend verkürzt werden soll. Dies dient dazu Personalkosten des Betriebes zu senken, und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten.

Netto Brutto rechner

 

Nach all dem was Ihnen geschildert wurde fragen Sie sich sicherlich wie man genau weiß, wie sein Nettolohn aussieht. Zu Glück gibt es im Internet zahlreiche Internetseiten die Ihnen ermöglichen, Ihren Nettogehalt zu ermitteln. Damit Ihnen eine realistische Antwort gegeben werden kann werden folgende Informationen von Ihnen verlangt :

  • Ihr Bruttoeinkommen
  • Abrechnungszeitraum
  • Geldwerter Vorteil (monatlicher Wert)
  • zum Firmenwagenrechner
  • Abrechnungsjahr
  • Jährl. Steuerfreibetrag
  • Steuerklasse
  • Kirchengemeinde
  • Ihr Bundesland
  • Ihr Alter
  • Kinder
  • Kinderfreibetrag
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung

Was der Brutto Netto Rechner leistet ist natürlich ein Näherungswert, der Ihnen ermöglicht zu wissen, worauf Sie sich einstellen können. Besonders genau sind die Brutto Netto Rechner, wenn Sie nur eine Einkommensquelle haben. Wenn Sie jedoch über verschiedene Einkommensquellen verfügen kann es für den Rechner schwieriger sein, ein genaues Ergebnis zu geben. In jedem Fall ist es für Sie eine gute Möglichkeit sich ein klareres Bild von Ihrem Nettolohn zu machen. Ein Netto Brutto Rechner gibt es allerdingst nicht im Internet, aber in den Allermeisten Fällen verfügen Sie ja über Ihren Bruttolohn und wollen erfahren was nach dem Steuerabzug übrigbleibt, und nicht umgekehrt.

Konkretes Beispiel von einer Brutto Netto Rechnung

Wie kann man etwas besser erklären als durch ein konkretes Beispiel ? Schauen wir wie der Nettolohn mit einem Bruttolohn von 3000 Euros aussehen würde. In diesem Beispiel handelt es sich um Franz, ein Angestellter aus Baden-Württemberg, der unverheiratet und ohne Kinder lebt. Er ist ebenfalls konfessionslos.

Von den 3000€ Bruttolohn wird folgendes abgezogen :

  • 548,66 Euro Lohnsteuer
  • 30,14 Euro Solidaritätszuschlag
  • 118,50 Euro Krankenversicherung
  • 36,75 Euro Pflegeversicherung
  • 295,00 Euro Rentenversicherung
  • 63,00 Euro Arbeitslosenversicherung

Am Ende des Monats bleiben also Franz 1907,95 Euros übrig. Das entspricht seinem Nettolohn und das Geld über das er tatsächlich verfügt.

Brutto Netto Rechner : Gehaltsrechner
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